Ning
October 6th, 2005
2 Anwendungen erleben derzeit einen ziemlichen buzz, obwohl es sie noch nicht wirklich gibt: Flock – der erste Browser unter den Bedingungen von social software (OS X); auf der Homepage wird da seit Wochen der Countdown inszeniert – und Ning.

Ning ist eine Plattform, auf der man ohne besondere Programmierkenntnisse seine eigenen sozialen Webanwendungen zusammenklicken kann. (Das ganze basiert auf PHP und Ning-eigenen Erweiterungen, jeder der eine Webseite mit einem Texteditor bauen kann, sollte keine grsseren Probleme damit haben.) Es gibt schon jetzt Templates fr alle bekannteren Anwendungsflle (bookmarking a la del.icio.us, Photo-sharing a la Flickr, Stdte-listings a la Craiglist, Events a la Eventful, ...) die man entweder benutzen, oder mit einem Klick klonen und fr sich selbst adaptieren kann. Oder man schreibt sich die Anwendung selbst.
Interessant finde ich das aus drei Grnden:
- die Eintrittskosten fr diese Anwendungen gehen gegen Null.
- smtliche Daten (Bookmarks, Photos, Reviews,...), die man in diese Anwendung eingibt, unterliegen einer Creative Commons Lizenz, d.h. sie sind auch fr alle anderen Anwendungen sichtbar und wiederverwendbar.
- ein User Account gilt fr den gesamten Ning-Raum. Man kann – so man will – berall mitmachen, hat aber fr sich dennoch eine vereinheitlichte bersicht aller Aktivitten.
Und noch interessanter finde ich die Frage, ob so ein System greift, und welche Auswirkungen sich daraus ergeben.
Es gibt jetzt schon mindestens 40 soziale Bookmarksmanager, braucht man dann wirklich noch zustzlich 100 Ning-Klone? Glaub ich zwar nicht, weil der Wert ja von der Benutzerbasis generiert wird. Kann aber trotzdem sein, dass sich dadurch diverse Mikrokosmen herausbilden.
Wie auch immer, coole Sache. Wer gute Ideen hat aber nicht weiterkommt, kann mir gerne schreiben.
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